WordPress kennt von Haus aus vor allem zwei Inhaltstypen: Seiten und Beiträge. Für viele Websites reicht das. Aber spätestens, wenn Sie Referenzen, Veranstaltungen, Stellenanzeigen oder ein Team mit vielen Personen pflegen, wird es unübersichtlich – und die Seite wird bei jeder Änderung anfälliger.
Das Problem mit „alles ist eine Seite“
Oft werden solche Inhalte als normale Seiten angelegt und von Hand gestaltet. Das funktioniert, bis ein Detail für alle Einträge geändert werden soll: Dann muss jede Seite einzeln angepasst werden. Außerdem sieht jeder Eintrag ein bisschen anders aus, weil jede Person ihn etwas anders befüllt.
Eigene Inhaltstypen: strukturiert statt frei
Ein Custom Post Type ist ein eigener Inhaltstyp mit eigenem Menüpunkt im Dashboard – etwa „Referenzen“ oder „Veranstaltungen“. Jeder Eintrag hat dieselben Felder, die Darstellung kommt aus einer gemeinsamen Vorlage.
- einfache Pflege: Felder ausfüllen statt Layouts bauen
- einheitliches Aussehen: eine Vorlage für alle Einträge
- Filter und Listen: etwa Veranstaltungen nach Datum, Referenzen nach Branche
- saubere Adressen: zum Beispiel
/referenzen/projektname/
Felder und Taxonomien
Zu einem Inhaltstyp gehören meist eigene Felder – bei einer Veranstaltung etwa Datum, Ort und Anmeldelink. Dazu kommen Taxonomien, also eigene Kategorien oder Schlagwörter, mit denen sich Einträge gruppieren und filtern lassen.
Tipp: Planen Sie Felder vorab mit Blick auf die Darstellung. Ein Datum als echtes Datumsfeld statt als freier Text lässt sich später sortieren, filtern und für Suchmaschinen auszeichnen.
Ins Plugin, nicht ins Theme
Ein häufiger Fehler: Der Inhaltstyp wird im Theme registriert. Wechselt man später das Design, sind die Einträge zwar noch in der Datenbank, aber nicht mehr erreichbar. Deshalb gehören Inhaltstypen in ein eigenes, kleines Plugin. Das Theme kümmert sich nur um die Darstellung – mehr dazu im Beitrag Child-Theme oder eigenes Theme?
Plugin oder eigener Code?
Es gibt Plugins, mit denen sich Inhaltstypen und Felder per Mausklick anlegen lassen. Für den Einstieg ist das bequem. Bei größeren Projekten bevorzuge ich schlanken, eigenen Code: keine zusätzliche Abhängigkeit, keine Lizenzfrage und nur genau die Funktionen, die gebraucht werden.
Fazit
Eigene Inhaltstypen machen aus wiederkehrenden Inhalten ein strukturiertes System – leichter zu pflegen, einheitlicher und zukunftssicher. Wenn Sie Inhalte haben, die nicht so recht in Seiten und Beiträge passen, schauen wir gemeinsam, wie sie sich sauber abbilden lassen. Mehr auf der Seite Customizing.


