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Technische SEO für WordPress: 10 Punkte, die oft übersehen werden

Technische SEO für WordPress: 10 Punkte, die oft übersehen werden

Christian Sunderbrink

3 Min. Lesezeit

Guter Inhalt ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist Technik, die Suchmaschinen das Verstehen leicht macht. Zehn Punkte aus der Praxis, an denen viele WordPress-Seiten hängen.

Keine Zeit? Die Kurzantworten

Bei Suchmaschinenoptimierung denken viele zuerst an Keywords und Texte. Das ist wichtig – aber wenn die Technik nicht stimmt, findet Google auch den besten Text nicht oder versteht ihn falsch. Diese zehn Punkte prüfe ich bei fast jeder WordPress-Seite.

1. Ist die Seite überhaupt indexierbar?

Klingt banal, kommt aber vor: Unter Einstellungen → Lesen ist noch „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ aktiviert – ein Überbleibsel aus der Entwicklungsphase.

2. Eine H1 pro Seite

Jede Seite braucht genau eine Hauptüberschrift, die sagt, worum es geht. Danach folgen H2, H3 in sinnvoller Reihenfolge. Page-Builder verleiten dazu, Überschriften nach Optik statt nach Struktur zu wählen.

3. Saubere Canonicals

Der Canonical-Hinweis sagt Google, welche Adresse die „richtige“ ist, wenn ein Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist – etwa mit und ohne Parameter. Fehlt er oder zeigt er auf die falsche Seite, verteilt sich die Bewertung.

4. Dünne Seiten aus dem Index halten

Suchergebnisse, Filteransichten, Schlagwort-Seiten mit nur einem Beitrag oder Anhangseiten von Bildern bringen Besuchern aus der Suche wenig. Sie bekommen noindex, follow: Google folgt den Links, nimmt die Seite selbst aber nicht in den Index.

5. Meta-Descriptions, die zum Klicken einladen

Die Beschreibung im Suchergebnis ist zwar kein direkter Rankingfaktor, entscheidet aber mit über den Klick. Sie sollte den Inhalt in rund 150 Zeichen auf den Punkt bringen – für jede Seite einzeln.

6. Strukturierte Daten

Mit strukturierten Daten (JSON-LD) beschreiben Sie Inhalte maschinenlesbar: Organisation, Artikel, Produkte, Veranstaltungen, Brotkrumen. Das hilft Suchmaschinen beim Einordnen und kann zu erweiterten Suchergebnissen führen.

7. Ladezeit und Core Web Vitals

Schnelle Seiten werden lieber besucht und bevorzugt behandelt. Was die drei Messwerte bedeuten, steht im Beitrag Core Web Vitals verständlich erklärt.

8. Interne Verlinkung

Wichtige Seiten sollten von anderen Seiten aus verlinkt sein – mit aussagekräftigem Linktext statt „hier klicken“. Interne Links zeigen Google, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind.

9. Weiterleitungen und kaputte Links

Gelöschte oder umbenannte Seiten brauchen eine Weiterleitung auf das passende Ziel. Weiterleitungsketten und tote Links kosten Crawling-Zeit und frustrieren Besucher. Mehr dazu im Beitrag über Weiterleitungen beim Domainwechsel.

10. Barrierefreiheit hilft auch der Suche

Alt-Texte für Bilder, eine logische Überschriftenstruktur, beschriftete Formularfelder und ausreichende Kontraste machen Seiten für alle Menschen nutzbar – und gleichzeitig für Suchmaschinen verständlicher. Beides geht Hand in Hand.

Tipp: Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt, welche Seiten indexiert sind, wo Fehler auftreten und mit welchen Suchbegriffen Besucher kommen. Sie sollte für jede Website eingerichtet sein.

Fazit

Technische SEO ist kein Hexenwerk, aber Detailarbeit. Wenn diese zehn Punkte stimmen, kann guter Inhalt seine Wirkung entfalten. Wie ich Seiten technisch prüfe und verbessere, lesen Sie auf der Seite SEO & Web-Vitals.

Kurz beantwortet: häufige Fragen

Fragen anzeigen
Was ist technische SEO?

Alles, was dafür sorgt, dass Suchmaschinen eine Website finden, richtig verstehen und gut bewerten können – von der Indexierbarkeit über Überschriften und Canonicals bis zu Ladezeit und Weiterleitungen.

Wie viele H1-Überschriften darf eine Seite haben?Wie viele H1-Überschriften sollte eine Webseite haben?

Genau eine, die sagt, worum es geht. Darunter folgen H2 und H3 in sinnvoller Reihenfolge.

Eine. Die H1 sagt, worum es auf der Seite geht; darunter folgen H2 und H3 in sinnvoller Reihenfolge. Page-Builder verleiten dazu, Überschriften nach Optik statt nach Struktur zu wählen – das erschwert Suchmaschinen und Screenreadern das Verständnis.

Welche Seiten sollten auf noindex stehen?Welche WordPress-Seiten sollte man auf noindex setzen?

Seiten mit wenig Nutzen aus der Suche: Suchergebnisse, Filteransichten, Schlagwort-Seiten mit nur einem Beitrag und Anhangseiten von Bildern. Mit noindex, follow folgt Google trotzdem den Links.

Seiten, die Besuchern aus der Suche wenig bringen: interne Suchergebnisse, Filteransichten, Schlagwort-Seiten mit nur wenigen Beiträgen und Anhangseiten von Bildern. Mit noindex, follow folgt Google den Links weiterhin, nimmt die Seite selbst aber nicht in den Index auf.

Sind Meta-Descriptions ein Rankingfaktor?Sind Meta-Descriptions ein Rankingfaktor bei Google?

Nicht direkt. Sie entscheiden aber mit, ob jemand im Suchergebnis klickt, und sollten den Inhalt jeder Seite in rund 150 Zeichen auf den Punkt bringen.

Nicht direkt. Die Meta-Description beeinflusst aber, ob jemand im Suchergebnis klickt. Sie sollte den Inhalt der Seite in rund 150 Zeichen auf den Punkt bringen und für jede Seite einzeln geschrieben sein. Google ersetzt sie manchmal durch einen passenden Textausschnitt.

Welches kostenlose Werkzeug sollte jede Website nutzen?

Die Google Search Console. Sie zeigt, welche Seiten im Index sind, wo Fehler auftreten und mit welchen Suchbegriffen Besucher kommen.

Markierte Fragen sind allgemein formuliert – unabhängig von dieser Website.

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Quelle: https://www.puredimensions.de/blog/technisches-seo-checkliste/ · gedruckt am 29. Oktober 2026

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