Bei Suchmaschinenoptimierung denken viele zuerst an Keywords und Texte. Das ist wichtig – aber wenn die Technik nicht stimmt, findet Google auch den besten Text nicht oder versteht ihn falsch. Diese zehn Punkte prüfe ich bei fast jeder WordPress-Seite.
1. Ist die Seite überhaupt indexierbar?
Klingt banal, kommt aber vor: Unter Einstellungen → Lesen ist noch „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ aktiviert – ein Überbleibsel aus der Entwicklungsphase.
2. Eine H1 pro Seite
Jede Seite braucht genau eine Hauptüberschrift, die sagt, worum es geht. Danach folgen H2, H3 in sinnvoller Reihenfolge. Page-Builder verleiten dazu, Überschriften nach Optik statt nach Struktur zu wählen.
3. Saubere Canonicals
Der Canonical-Hinweis sagt Google, welche Adresse die „richtige“ ist, wenn ein Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist – etwa mit und ohne Parameter. Fehlt er oder zeigt er auf die falsche Seite, verteilt sich die Bewertung.
4. Dünne Seiten aus dem Index halten
Suchergebnisse, Filteransichten, Schlagwort-Seiten mit nur einem Beitrag oder Anhangseiten von Bildern bringen Besuchern aus der Suche wenig. Sie bekommen noindex, follow: Google folgt den Links, nimmt die Seite selbst aber nicht in den Index.
5. Meta-Descriptions, die zum Klicken einladen
Die Beschreibung im Suchergebnis ist zwar kein direkter Rankingfaktor, entscheidet aber mit über den Klick. Sie sollte den Inhalt in rund 150 Zeichen auf den Punkt bringen – für jede Seite einzeln.
6. Strukturierte Daten
Mit strukturierten Daten (JSON-LD) beschreiben Sie Inhalte maschinenlesbar: Organisation, Artikel, Produkte, Veranstaltungen, Brotkrumen. Das hilft Suchmaschinen beim Einordnen und kann zu erweiterten Suchergebnissen führen.
7. Ladezeit und Core Web Vitals
Schnelle Seiten werden lieber besucht und bevorzugt behandelt. Was die drei Messwerte bedeuten, steht im Beitrag Core Web Vitals verständlich erklärt.
8. Interne Verlinkung
Wichtige Seiten sollten von anderen Seiten aus verlinkt sein – mit aussagekräftigem Linktext statt „hier klicken“. Interne Links zeigen Google, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind.
9. Weiterleitungen und kaputte Links
Gelöschte oder umbenannte Seiten brauchen eine Weiterleitung auf das passende Ziel. Weiterleitungsketten und tote Links kosten Crawling-Zeit und frustrieren Besucher. Mehr dazu im Beitrag über Weiterleitungen beim Domainwechsel.
10. Barrierefreiheit hilft auch der Suche
Alt-Texte für Bilder, eine logische Überschriftenstruktur, beschriftete Formularfelder und ausreichende Kontraste machen Seiten für alle Menschen nutzbar – und gleichzeitig für Suchmaschinen verständlicher. Beides geht Hand in Hand.
Tipp: Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt, welche Seiten indexiert sind, wo Fehler auftreten und mit welchen Suchbegriffen Besucher kommen. Sie sollte für jede Website eingerichtet sein.
Fazit
Technische SEO ist kein Hexenwerk, aber Detailarbeit. Wenn diese zehn Punkte stimmen, kann guter Inhalt seine Wirkung entfalten. Wie ich Seiten technisch prüfe und verbessere, lesen Sie auf der Seite SEO & Web-Vitals.


